CHDK Canon Hack Development Kit review

Posted by | Posted in , | Posted on 2.6.10

Jeder der eine Canon Kompaktkamera sein eigen nennt, kann diese zu ungeahnten Möglichkeiten verhelfen.

CHDK auch Canon Hack Development Kit:

Aus dem CHDK Handbuch

Im Grunde unterscheiden sich digitale Kameras einer Marke nicht wesentlich in ihrem technischen Aufbau, sondern vor allem durch die Software, die die Schnittstelle zwischen dem Fotografen und der Hardware darstellt. Naiv ausgedrückt könnte man also sagen, die Unterschiede liegen im "Betriebssystem" und auf den darauf "installierten" Programmen. Um auf einem Computer komfortabler arbeiten zu können, installiert man sich auch neue Programme, die den Funktionsumfang der Maschine erweitern. So kann man sagen, dass CHDK eine Art "Programm" ist, welches den Funktionsumfang der Kamera erheblich erweitert.
Eine wichtige Eigenschaft des CHDK ist es, dass es nicht in die Original-Firmware eingreift. Es ist sozusagen nur ein "Aufsatz", der jederzeit entfernt werden kann.

Ich benutze CHDK schon seit über einem Jahr. In dieser Zeit hat sich vieles geändert. Damals war die Software nur in Englich zu haben und einige Funktionen wahren noch nicht ganz ausgereift. Bis vor letzter Woche, als ich mir mein CHDK Update instalierte. Mein erster Eindruck war wow. Ich fand neue Funktionen, ein aufgeräumteres Menü, Nützliche Menüicons und endlich eine deutsche Sprach Unterstützung.

Funktionen im Detail:
Extra-Foto-Funktionen
erweiterte Video-Funktionen
erweiterte OSD-Anzeigen
RAW (Speicherung und Bearbeitung)
Live-Histogramm
Fernsteuermöglichkeit über USB
Zebra-Modus (Anzeige unter- und überbelichteter Bildpartien)
Schärfentiefe-Rechner
individuelle Überlagerungen zur besseren Orientierung
integrierte Tonwertkurven
Akkufüllstandsanzeige
Speicherplatz-Anzeige
Uhrzeit-Anzeige
Skripte (Belichtungs-/Fokus-/ISO-Reihen ("Bracketing"), Intervalltimer und mehr)
Bracketing im fortlaufenden Modus
Benutzer-Auto-ISO
Dateibrowser
Textreader
Kalender
einige Spiele

Das Erscheinungsbild und das Verhalten der Software kann im Menü bis aufs kleinste fest gelegt werden. Mann hat ein OSD Einstell-Menü, wo man die Position der zusätzlichen Anzeigen bestimmt. Das Hauptmenü kann in Farbe, Schrift, Schriftgröße dem Display der jeweiligen Kamera angepasst werden.

Alle Infos zur Software und zur Installation findest du im CHDK Wiki und im Benutzerhandbuch



Review:

Um alle Beschriebenen Funktionen und Kurzbegriffe zu verstehen, muss man das Handbuch genau studiert haben. Nach ein paar Tagen und mehreren Hundert Testbildern hat man sich gut eignefuchst. Mir gefällt besonders die Auto ISO Funktion, wo man genau einstellen kann bei wieviel Auslösevverzögerung maximale ISO geschaltet wird.  Cool ist auch das Badpixel Script. Damit errechnet dein CHDK Pixelfehler und rendert sie bei jedem geschossenen Foto herraus. Dazu musst du ein Foto mit langer Belichtung und mit geschlossener Schutzkappe knipsen. Das Schwarzbild ist nicht zu 100% schwarz. In hoher Vergrößerung kann man deutlich ein Bildrauschen erkennen, da nicht jeder Pixel auf dem CCD die gleichen Werte aufnimmt. Diese Ungleichmäßigkeiten werden dann nach jedem geschossenen Foto einigermaßen raus interpoliert.
Einfach ist die Bedienung meiner Kamera mit aktiven CHDK nicht gerade. Es gibt echt zu viele Features die du jetzt berücksichtigen musst. Manch kleine Änderung im Menü hat große Wirkung auf das Ergebnis.
Meistens benutze ich es, wenn ich Impressionen von Landschaften Schiesse. Wer HDR´s machen will und leider keine Auslösefernbedienung hat, kann auch mittels Script die Kamera das erledigen lassen. Vorher müssen die Belichtungswerte mit Spottmessung ermittelt werden. Dann einfach die Differenz in die Scriptparameter eingeben und die Kamera den Rest machen lassen. Ganz ohne verwackeln und Zeitverschwendung. Denn wer Wolken Fotografiert weis wovon ich rede.

 HDR in CHDK

Alles im ganzen kann ich nur sagen, Yeaahh, dass ich ne Canon hab.
So viele Features bekommt man im Laden nicht für unter 1000 Euro ;)

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