A Gamer’s Day

Posted by | Posted in | Posted on 26.8.09

♦A Gamer’s Day ist ein deutscher Kurzfilm aus dem Jahr 2005. Der Film stammt aus der Feder von Daniel P. Schenk und war sein Debütfilm. Erzählt wird der Tag im Leben eines fanatischen Counterstrikespielers.



Der Tag des Gamers (Alexander Roth) beginnt scheinbar ganz normal. So wie die meisten Jugendlichen hat er bis zum Mittag geschlafen. Und auch der erste Blick in sein Lebensumfeld zeigt das typisch unordentliche Zimmer eines Jugendlichen. Ungewöhnlich wird es erst, als der Gamer einen verstörten Blick aus dem Fenster in die harmonische Natur wirft. Denn er reagiert auf den munteren Sonnenschein mit dem Herunterlassen der Jalousien und tauscht das Tageslicht gegen das künstliche Licht einer Tischlampe.

Von hier an zeichnet sich über den gesamten Film das Bild eines fanatischen Computerspielers: So streichelt er zunächst seinen Computer, als wäre dieser ein lebendiges Wesen und fährt zärtlich über Tastatur und Maus. Als das Betriebssystem geladen ist, chattet er mit Freunden und surft über diverse Internet-Webseiten. Die Erinnerung eines Freundes über den Instant Messenger ICQ, dass er noch lernen und Hausaufgaben machen muss, ignoriert der Gamer gekonnt. Schließlich erblickt er auf seinem Desktop das Steam Logo, verabschiedet sich von seinen virtuellen Freunden und taucht in die Videospielwelt von Counterstrike ab. Er spielt sehr erfolgreich, bis seine Mutter ins Zimmer platzt und darum bittet, den Müll herauszubringen.

Ab diesem Zeitpunkt kann der Zuschauer beobachten, wie der Gamer stückweise die Realität mit der fiktiven Welt des Computerspiels vermischt. So verwandelt er seine nervigen Hip-Hop Freunde Wutang und Skate in ICQ Chatfenster und "schließt" sie einfach, nachdem sie ihn in der Wirklichkeit lange genug gestört haben. Noch bedenklicher wird es, als sein spielerischer Erfolg nach einem Systemabsturz abnimmt und sich Frust in seinen Fanatismus schleicht. Seine Freundin, die ihm am Telefon vorwirft, ihren Jahrestag vergessen zu haben, bekommt seine Wutausbrüche live zu spüren, obwohl diese eigentlich nur dem Spiel gelten. Sie legt schockiert auf, doch dem Gamer ist nur noch am Spiel gelegen. Seine Mutter brüllt er nach der dritten Störung aus dem Zimmer, und nach besonders schmerzlichen Niederlagen im Spiel zerstört er erst seine Tastatur und dann seinen Monitor. Der Film gipfelt dann im "Reality Run", wo sich der Gamer als Teil des Spiels begreift und in einem Kostüm durch sein Haus läuft. Seine "Mission", den Müll herauszubringen und seine Schwester vor einer Bombe zu retten, erfüllt er erfolgreich und am Ende des Films ist er so schlau wie zuvor: Zwar schwört er den PC-Spielen vermeintlich ab, ist aber sofort darauf Feuer und Flamme für seine alten Spielkonsolen.

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