ARD-exclusiv: Die Armutsindustrie

Posted by | Posted in , , | Posted on 16.8.09


Untitled from Christian Schnitt on Vimeo.



Florian Schneider ist arbeitslos und hat trotzdem jede Menge zu tun. Er nutzt einfach die Angebote, die sich für ihn und all die anderen, die ohne Arbeit leben, bieten: den Ein-Euro-Job beim privaten Träger, das kostenlose Bewerbungstraining, den Kurs zur gesunden Ernährung. All diese Einrichtungen geben Florian Schneiders Leben einen Rhythmus. Ob sie ihn wieder in Arbeit bringen, ist fraglich, aber sie verdienen, oft vom Staat subventioniert, gut mit an seiner Misere.

Geschäft mit Hartz IV

Ein Mann repariert Spielzeug; Bild: WDR lupe Bildunterschrift: Spielzeug-Reparatur: Für jeden Ein-Euro-Jobber bekommen die privaten Bildungsträger bis zu 800 Euro „Regiegeld“ im Monat. ]
Ob in Braunschweig oder Berlin, in Bonn oder Stuttgart: ARD exclusiv erzählt, wie sich das Geschäft mit der Armut schleichend entwickelt. Die Zahl der Arbeitssuchenden ist einfach zu groß, und so verlässt sich der Staat immer mehr auf private Unternehmer, die Kurse anbieten, Praktika organisieren - für die aber auch jeder ‚Kunde’, der wieder in Arbeit kommt, wirtschaftlich gesehen erstmal schlecht ist. Was hilft das alles Florian Schneider, der sich zwar ‚beschäftigt’ fühlt, aber trotzdem kaum Chancen auf eine feste Stelle hat? Im Dunstkreis von Hartz IV entsteht: die Armutsindustrie.

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